2021
Bachelorarbeit

Culina

Mobile Küche der Zukunft

Mobirise

Eine Welt mit deutlich mehr älteren Menschen als jungen, wird unsere Zukunft sein. Dafür braucht es neue Produkte, die Jung und Alt gleichermassen im Design berücksichtigen. Aus der Analyse von Zukunftsszenarien entstand Culina, eine aus Bambus gefertigte mobile Küche bestehend aus: Verstaumöglichkeiten, ein Kühlfach und ein Induktionsfeld. Das ergonomische, höhenverstellbare Design dient einerseits den Bedürfnissen älterer Menschen, andererseits erleichtert es den Alltag Jüngerer. Denn ob im Büro Mittagessen kochen, am Bett einen Tee aufwärmen oder auf dem Balkon ein Raclette essen: die mobile Küche hilft den Alltag individueller zu gestalten.

Culina besteht grösstenteils aus Bambus, einem sehr schnellwachsenden Rohstoff. Bambus findet sich nicht nur in der Induktionsherdplatte wieder, sonder auch in Form von Leichtbausandwichplatten und im verwendeten Biokunststoff.

Culina, die mobile Küche, ist wie der Name schon sagt, beweglich. Einerseits kann man sie rollen, wie einen Küchenwagen. Andererseits ist sie höhenverstellbar. Die Höhe wird mit Hilfe mit zwei Knöpfen für „hoch“ oder „runter“ eingestellt. So kann Culina auf jede Körpergrösse angepasst werden. Dies ist auch sehr wichtig für die Stützfunktion die Culina bietet. Es ist für ältere Menschen schwierig ihr Gleichgewicht zu halten, so wie auch die Motorik und Kraft mit der Zeit abnimmt. Jeder Schritt sollte sicher und kontrolliert ablaufen können. Um das Fahren der Küche ohne Rollator zu ermöglichen, ist die Stütze und Stabilität des Rollator in die mobile Küche mit eingebaut. So können auch ältere Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, die mobile Küche ohne Probleme bewegen. Damit während dem Laufen eine kontrollierte Bewegung möglich ist, gibt es einen grossen Henkel. Dieser verfügt über eine leicht zu bedienende Bremse. Sobald man still steht und dies arretieren möchte, kann der Henkel nach unten gedrückt werden.

Es gibt verschiedene Verstaumöglichkeiten, beispielsweise ist hinten am Technikkorpus ein Flaschenhalter aus perforiertem Blech befestigt. Weiter besteht die mobile Küche aus einem Holzkorpus aus Bambussandwichplatten mit Bambusfurnier verkleidet. Dort befinden sich auch die vier Körbe, welche man auf beiden Seiten herausziehen kann. Damit die Körbe nicht einfach herausrutschen können, gibt es einen kleinen Haken, der durch eine dünne Wand am Holzbrett, jeweils auf beiden Seiten gestoppt wird. In der Mitte der Holzplatte kann der Haken frei gleiten, erst ganz aussen müssen die Hacken die dünne Wand überwinden, damit die Schublade herausgezogen werden kann. Bei Bedarf kann auch ein Kühlfach eingebaut werden. Wenn jemand die Küche gerade nicht in der Höhe verstellen will, kann auch der Platz unter dem Holzkorpus genutzt werden. Auch dort befindet sich eine Mulde, damit Dinge nicht wegrutschen. Sobald Culina geladen werden muss, kann unten vorne das Kabel herausgezogen werden (wie bei einem Staubsauger) und an einer beliebigen Steckdose aufladen werden.

Culina verfügt über eine Induktionsplatte mit einer Arbeitsplatte aus Bambus. Die Holzplatte dient zum besseren Schneiden, da die Lebensmittel nicht so schnell wegrutschen und die Messer nicht stumpf werden. Es werden spezielle Pfannen benötigt. Diese sind so aufgebaut, dass es einen Silikonring gibt, der einen Abstand zwischen Pfannenboden und Arbeitsplatte macht. Zudem hat es vier Lücken, damit die heisse Luft unter der Pfanne entweichen kann. Da der Silikonring direkt auf der Arbeitsfläche aufliegt, rutscht die Pfanne nicht, wenn man Culina bewegt.

Um die Herdplatten zu bedienen, benütz man das angebrachte Display. In Zukunft soll es noch weitere Funktionen geben, die man abrufen kann. Beispielsweise eine Verknüpfung von anderen Geräten wie dem Kühlschrank, Smartphone und so weiter.

Culina kann auf den individuell Geschmack angepasst werden. Der Biokunststoff und die Bleche sind in den drei obigen Farben erhältlich. Die Farbe Grün wurde gewählt, da diese nicht einem typischen Geschlecht zuzuordnen ist und gleichzeitig den Naturaspekt nochmals aufgreift. Dunkel und Hell wurden gewählt, da diese in jeden Wohnraum immer und überall hinein passen. Das Zusammenstellen basiert auf dem gleichen System, wie es beim IKEA PAX Schranksystem funktioniert.

SALOME ARNOLD

Industrie- und Produktdesignerin
Schweiz

KONTAKT
  • E-Mail: salome_arnold@hotmail.com 

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